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Infos

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Sicheres Einkommen
  • Finanzierung des Studiums
  • Praxisnähe und Berufserfahrung
  • Bessere Karrierechancen
  • 2 in 1 – zwei Abschlüsse in kürzerer Zeit
  • Akademischer und berufsqualifizierender Abschluss
  • Gute Übernahmequote
  • Kompetenzvorsprung
  • Eigenes Netzwerk in der Wirtschaft
  • Geringe Abbruchquote

Nachteile

  • Hohe Arbeitsbelastung – Doppelbelastung Studium und Arbeit und permanenter Wechsel von Theorie- und Praxisphasen
  • Straff getakteter Stundenplan
  • Teilweise länger als ein reguläres Vollzeitstudium
  • Zwei (teilweise drei) Lernorte
  • Selten Auslandsemester
  • Sehr lange Bewerbungs- und Auswahlphasen
  • Lange Bindung an einen Arbeitgeber
  • Mögliche Unzufriedenheit durch Abstimmungsprobleme zwischen Hochschule und Unternehmen
  • Weniger wissenschaftliches Arbeiten durch Praxisanteil

Was solltest Du mitbringen

Voraussetzungen für Dein duales Studium:

  • Abitur oder Fachabitur
  • Arbeitsvertrag mit einem Partnerunternehmen 
  • Interesse und Spaß an praktischer Arbeit
  • Mobilität – Hochschule und Unternehmen können an unterschiedlichen Orten sein
  • Selbständigkeit und Disziplin
  • Bock drauf und Feuer

Bewerbung

So bewirbst Du dich für ein duales Studium

In 5 Schritten zum dualen Studienplatz:
1. Recherche
2. Bewerben
3. Vertrag unterschreiben
4. Einschreiben an der Hochschule
5. Starten - Viel Erfolg!

FAQS

Vor dem Studium

Das hängt von Deinen Neigungen und lnteressen ab. Ob es den gewünschten Studiengang im Land Bran­denburg auch als dualen Studiengang gibt, erfährt man hier auf unserer Webseite - oder im persönlichen Gespräch mit uns. 

Der Wissenschaftsrat gab 2013 folgende Emp­fehlung für die Definition von dualen Studi­engängen heraus:

  • zwei Ler­norte,
  • welche Theorie und Praxis inhaltlich miteinander verbinden,
  •  sowie das Erarbei­ten der Theorie mittels eines wissenschaft­lichen Studiums.

lm Falle eines ausbildungsintegrierenden Studiums kommt noch die Berufsschule als dritter Lernort hinzu. 

Es gibt zwei erstausbildende Studien­formen:

  • die praxis- und
  • die ausbildungsin­tegrierenden Studiengänge. 

Praxisintegrierend: akademischer Bache­lor mit intensiven Praxisphasen im Unter­nehmen. 
Ausbildungsintegrierend: akademischer Abschluss mit gleichzeitiger Berufsausbil­dung beim Praxispartner. 
Wobei der überwiegende Teil der dual Studierenden in praxisintegrierten Modellen eingeschrieben ist.

Das ist abhän­gig von der Studienform. Praxisintegrierte duale Studienangebote haben eine durchschnittliche Dauer von 3-4 Jahre. Ausbildungsintegrierte duale Studienformate im Land Brandenburg sind aufgrund der zusätzlichen Berufsausbildung länger – durchschnittlich 4-5 Jahre.

Es gibt verschiedene Formen. Die zwei meist vertretenen Zeitmodelle im Land Brandenburg sind das Wochen- und das Semestermodell. 
Das Wochenmodell ist durch den Wechsel von Theorie und Praxis innerhalb einer Woche gekennzeichnet. Studiengänge nach dem Semes­termodell haben den theoretischen Teil im laufenden Hochschulsemester und die Praxisphasen in der vorlesungsfreien Zeit.

Derzeit bieten 9 staatliche Hochschulen 35 duale Studienformate in den Fachbereichen Gesundheit, Informatik, Landwirtschaft, Technik, Wirtschaft und Verwaltung an.

Eine Übersicht der Studienformate findest Du hier.

Formale Voraussetzungen sind:

  • eine (Fach-)Hochschulreife, eine Meisterprüfung oder in bestimmten Fällen eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis (§9 Brandenburgische Hochschulgesetz, BbgHG),
  • Studien-/ Ausbildungsvertrag mit einem Partnerunternehmen der brandenburgischen Hochschulen.

Persönliche Voraussetzungen sind Leistungsbereitschaft, eine gute Selbstor­ganisation und die Motivation, ein solches Studium bis zum Ende durchzuziehen.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: 

  • Anfrage bei der Agentur Duales Studium Land Brandenburg, Stellenbörse
  • Nachfrage bei der jeweiligen Hochschule, mit welchen Unternehmen sie bereits zusammenarbeiten
  • Suche in Online-Jobbörsen, wie beispielsweise Stepstone.de, Monster.de, Agentur der Arbeit
  • Direkte Ansprache von Unternehmen, auch wenn diese noch keine dual Studierenden ausgebildet haben - fragen kostet nichts!
  • Fachkräfteportal der Wirtschaftsförderung Brandenburg

Möglichst ein Jahr vor Beginn des Studi­ums. Bei den ausbildungsintegrierenden Studiengängen sogar zwei Jahre vor Be­ginn des Studiums. Hier wird oft das erste Ausbildungsjahr vor dem ersten Semester an der Hochschule absolviert. Erst nach dem ersten Ausbildungsjahr wird man an der Hochschule immatrikuliert. 

Das ist eine Sache, die zwischen Studie­renden und Unternehmen ausgehandelt wird. Wir empfehlen den Studierenden den BAföG-Höchstsatz zu zahlen (aktuell 861 Euro). Die Unternehmen zahlen gern auch den Semesterbeitrag, Büchergeld und manchmal auch die zusätzlichen Übernachtungskosten.

Du hast genau wie regulär Studierende Anspruch auf BAföG. Ob die persönlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind, kannst Du auf der Seite des Bundesmi­nisteriums für Bildung und Forschung (www.bafög.de) nachlesen. 

Die Unternehmen übernehmen in unter­schiedlichem Ausmaß Kosten für die Stu­dierenden. Dies ist eine individuelle Ange­legenheit, die vor Vertragsabschluss zu klären ist. 

Mögliche Kostenübernahmen sind:

  • Studiengebühren
  • Büchergeld
  • Fahrtkosten
  • Mietzuschuss

Jedes Unternehmen kann duale Studienplätze anbieten. Sofern bestimmte inhaltliche und personelle Grundvoraussetzungen/ Kriterien für eine einheitlich qualitativ hochwertige berufspraktische Ausbildung der dual Studierenden erfüllt sind.

So ist beispielsweise bei einem ausbildungsintegrierenden Studienformat die betriebliche Eignung des Unternehmens besonders wichtig – es müssen die Kriterien der Berufsausbildungseignung gemäß Berufsbildungsgesetz erfüllt sein.

Zudem sollte das Unternehmen eine Ansprechperson für die Studierenden und Hochschulen für alle Fragen, Rückmeldungen und Feedbackgespräche benennen.

Während des Studiums

Seit 2012 wurde die Sozialversicherungspflichten für dual Studierende konkretisiert. Dual Studierende.  Die Sozialversicherung für dual Studierende unterscheidet sich kaum von der Sozialversicherung für Auszubildenden und Berufstätige.

Die aktuellen Beiträge zur Sozialversicherung (Stand 2019):

  • Rentenversicherung: 18,6 Prozent
  • Krankenversicherung: 14,0 Prozent+X
  • Arbeitslosenversicherung: 2,5 Prozent
  • Pflegeversicherung: 3,05 Prozent

Die Beiträge zur Unfallversicherung, deren Höhe sich nach der Gefahrenklasse des Betriebes richtet, zahlt der Arbeitgeber allein.

Die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung werden vom Versicherten und Arbeitgeber je zur Hälfte getragen.

Ja, so wie jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer haben auch dual Studie­rende den gesetzlichen Urlaubsanspruch (mindestens 24 Tage). Der Urlaub muss in den Praxisphasen genommen werden. 

Grundsätzlich ja. Bei einem international agierenden oder einem Unternehmen mit Auslandsgesellschaften ist ein internatio­naler Einsatz eher möglich, als bei einem Unternehmen, welches keine internatio­nalen Beziehungen hat. An dieser Stelle empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit zwischen der Hochschule – mit ihren inter­nationalen Kontakten – und dem zu entsendenden Unternehmen. Sowohl Studie­rende als auch Unternehmen können von einem Auslandsaufenthalt profitieren.

Nach dem Studium

Hier kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden, da es unter anderem von Studienleistungen der Studieren­den abhängt.

Studien zeigen, dass die Übernahmequote nach Abschluss eines dualen Studiums bei über 80 % lag (IAQ Report 2016). Unter­nehmen investieren sehr viel Zeit und Geld in die dual Studierenden. Den Betrieben ist daher daran gelegen, die Absolventinnen und Absolventen langfristig an das Unter­nehmen zu binden.

Nach dem Abschluss des dualen Studiums an einer staatlichen brandenburgischen Hochschule bekommst Du einen staatlich anerkannten Bachelortitel verliehen, den ersten akademischen Grad.

Ja, der Bachelor dualer Studienangebote staatlicher Hochschulen im Land Brandenburg berechtigt Dich dazu, ein Masterstudium aufzu­nehmen. Vor Beginn des Bachelorstudiums an der Hochschule konkret nachfragen, welche Masterstudiengänge sich an das Bachelorstudium anschließen können. 

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