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Infos

Vor und Nachteile

Vorteile

  • Sicheres Einkommen
  • Finanzierung des Studiums
  • Praxisnähe und Berufserfahrung
  • Bessere Karrierechancen
  • 2 in 1 – zwei Abschlüsse in kürzerer Zeit
  • Akademischer und berufsqualifizierender Abschluss
  • Gute Übernahmequote
  • Kompetenzvorsprung
  • Eigenes Netzwerk in der Wirtschaft
  • Geringe Abbruchquote

Nachteile

  • Hohe Arbeitsbelastung – Doppelbelastung Studium und Arbeit und permanenter Wechsel von Theorie- und Praxisphasen
  • Kein Studentenleben (eher schreiben: straff getakteter Stundenplan)
  • Teilweise länger als ein reguläres Vollzeitstudium
  • Zwei (teilweise Drei) Lernorte
  • Selten Auslandsemester
  • Sehr lange Bewerbungs- und Auswahlphasen
  • Lange Bindung an einen Arbeitgeber
  • Mögliche Unzufriedenheit durch Abstimmungsprobleme zwischen Hochschule und Unternehmen
  • Weniger wissenschaftliches Arbeiten durch Praxisanteil

Was solltest du mitbringen

– Voraussetzungen für dein duales Studium

Wie bewirbst du dich

- Bewerbungsablauf

FAQS

Vor dem Studium

Das hängt von Deinen Neigungen und lnteressen ab. Ob es den gewünschten Studiengang im Land Bran­denburg auch als dualen Studiengang gibt, erfährt man hier auf unserer Webseite - oder im persönlichen Gespräch mit uns. 

Der Wissenschaftsrat gab 2013 folgende Emp­fehlung für die Definition von dualen Studi­engängen heraus:

  • zwei Ler­norte,
  • welche Theorie und Praxis inhaltlich miteinander verbinden,
  •  sowie das Erarbei­ten der Theorie mittels eines wissenschaft­lichen Studiums.

 

lm Falle eines ausbildungsintegrierenden Studiums kommt noch die Berufsschule als dritter Lernort hinzu. 

Es gibt zwei erstausbildende Studien­formen:

  • die praxis- und
  • die ausbildungsin­tegrierenden Studiengänge. 


Praxisintegrierend: akademischer Bache­lor mit intensiven Praxisphasen im Unter­nehmen. 
Ausbildungsintegrierend: akademischer Abschluss mit gleichzeitiger Berufsausbil­dung beim Praxispartner. 
Wobei der überwiegende Teil der dual Studierenden in praxisintegrierten Modellen eingeschrieben ist.

(Derzeit sind laut einer aktuellen Studie des IAQ bundesweit circa 70 % der dual Stu­dierenden in praxisintegrierenden Studien­gängen eingeschrieben.)

Das ist abhän­gig von der Studienform. Praxisintegrierte duale Studienangebote haben eine durchschnittliche Dauer von 3-4 Jahre. Ausbildungsintegrierte duale Studienformate im Land Brandenburg sind aufgrund der zusätzlichen Berufsausbildung länger – durchschnittlich 4-5 Jahre

Es gibt verschiedene Formen. Die zwei meist vertretenen Zeitmodelle im Land Brandenburg sind das Wochen- und das Semestermodell. 
Das Wochenmodell ist gekennzeichnet durch den Wechsel von Theorie und Praxis innerhalb einer Woche. Studiengänge nach dem Semes­termodell haben den theoretischen Teil im laufenden Hochschulsemester und die Praxisphasen in der vorlesungsfreien Zeit.

Derzeit bieten 9 staatliche Hochschulen 35 duale Studienformate in den Fachbereichen Gesundheit, Informatik, Landwirtschaft, Technik, Wirtschaft und Verwaltung an.

Eine Übersicht der Studienformate findest Du hier.

Formale Voraussetzungen sind:

  • eine (Fach-)Hochschulreife, eine Meisterprüfung oder in bestimmten Fällen eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis (§9 Brandenburgische Hochschulgesetz, BbgHG),
  • Studien-/ Ausbildungsvertrag mit einem Partnerunternehmen der brandenburgischen Hochschulen.

 

Persönliche Voraussetzungen sind Leistungsbereitschaft, eine gute Selbstor­ganisation und die Motivation, ein solches Studium bis zum Ende durchzuziehen.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: 

•    Anfrage bei der Agentur Duales Studium Land Brandenburg, Stellenbörse
•    Nachfrage bei der jeweiligen Hochschule, mit welchen Unternehmen sie bereits zusammenarbeiten
•    Suche in Online-Jobbörsen, wie beispielsweise Stepstone.de, Monster.de, Agentur der Arbeit
•    Direkte Ansprache von Unternehmen, auch wenn diese noch keine dual Studierenden ausgebildet haben - fragen kostet nichts!

Möglichst ein Jahr vor Beginn des Studi­ums. Bei den ausbildungsintegrierenden Studiengängen sogar zwei Jahre vor Be­ginn des Studiums. Hier wird oft das erste Ausbildungsjahr vor dem ersten Semester an der Hochschule absolviert. Erst nach dem ersten Ausbildungsjahr wird man an der Hochschule immatrikuliert. 

Das ist eine Sache, die zwischen Studie­renden und Unternehmen ausgehandelt wird. Laut einer Umfrage von www.du­ales-studium.de unter mehr als 2.000 dual Studierenden liegt das monatliche Entgelt bei praxis- und ausbildungsintegrierenden Studiengängen im Durchschnitt bei rund 860 Euro. Dies liegt sogar über der Emp­fehlung, den Studierenden den Maximal­satz des BAföG zu zahlen (aktuell 735 Euro). 

Man hat genau wie regulär Studierende Anspruch auf BAföG. Ob die persönlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind, kann man auf der Seite des Bundesmi­nisteriums für Bildung und Forschung (www.bafög.de) nachlesen. 

Die Unternehmen übernehmen in unter­schiedlichem Ausmaß Kosten für die Stu­dierenden. Dies ist eine individuelle Ange­legenheit, die vor Vertragsabschluss zu klären ist. 
Mögliche Kostenübernahmen sind: 

•    Studiengebühren
•    Büchergeld
•    Fahrtkosten
•    Mietzuschuss

Jedes Unternehmen kann duale Studienplätze anbieten. Sofern bestimmte inhaltliche und personelle Grundvoraussetzungen/ Kriterien für eine einheitliche qualitativ hochwertige berufspraktische Ausbildung der dual Studierenden erfüllt sind.

So ist beispielsweise bei einem ausbildungsintegrierenden Studienformat die betriebliche Eignung des Unternehmens besonders wichtig – es müssen die Kriterien der Berufsausbildungseignung gemäß Berufsbildungsgesetz erfüllt sein.

 

Zudem sollte das Unternehmen eine Ansprechperson oder Mentorin/ Mentor für die Studierenden und Hochschulen für alle Fragen, Rückmeldungen und Feedbackgespräche benennen.

Während des Studiums

Seit 2012 wurde die Sozialversicherungspflichten für dual Studierende konkretisiert. Dual Studierende.  Die Sozialversicherung für dual Studierende unterscheidet sich kaum von der Sozialversicherung für Auszubildenden und Berufstätige.

 

Die aktuellen Beiträge zur Sozialversicherung

Rentenversicherung: 18,6 Prozent

Krankenversicherung: 14,6 Prozent

Arbeitslosenversicherung: 3,0 Prozent

Pflegeversicherung: 2,55 Prozent

Die Beiträge zur Unfallversicherung, deren Höhe sich nach der Gefahrenklasse des Betriebes richtet, zahlt der Arbeitgeber allein.

Die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung werden vom Versicherten und Arbeitgeber je zur Hälfte getragen.

Ja, so wie jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer haben auch dual Studie­rende den gesetzlichen Urlaubsanspruch (mindestens 24 Tage). Der Urlaub muss in den Praxisphasen genommen werden. 

Grundsätzlich ja. Bei einem international agierenden oder einem Unternehmen mit Auslandsgesellschaften ist ein internatio­naler Einsatz eher möglich, als bei einem Unternehmen, welches keine internatio­nalen Beziehungen hat. An dieser Stelle empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit zwischen der Hochschule mit ihren inter­nationalen Kontakten und dem entsendenden Unternehmen. Sowohl der Studie­rende als auch das Unternehmen können von einem Auslandsaufenthalt profitieren.

Nach dem Studium

Hier kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden, da es unter anderem von den Studienleistungen der Studieren­den abhängt.

Studien zeigen, dass die Übernahmequote nach Abschluss eines dualen Studiums bei über 80 % lag (IAQ Report 2016). Unter­nehmen investieren sehr viel Zeit und Geld in die dual Studierenden. Den Betrieben ist daher daran gelegen, die Absolventinnen und Absolventen langfristig an das Unter­nehmen zu binden.

Nach dem Abschluss des dualen Studiums an einer staatlichen brandenburgischen Hochschule bekommst Du einen staatlich anerkannten Bachelortitel verliehen.

Ja, auch der Bachelor der dualen Studi­engänge der Brandenburger Hochschulen berechtigt dazu, ein Masterstudium aufzu­nehmen. Trotzdem sollte vor Beginn des Bachelorstudiums noch einmal konkret bei der Hochschule nachgefragt werden, welche Masterstudiengänge sich an das Bachelorstudium anschließen können. 

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