Voraussetzungen

Neben der Bereitstellung eines Arbeitsplatzes im Unternehmen müssen Unternehmen die dual Studierende oder den dual Studierenden für die Theoriephasen an der Hochschule freistellen. Bei ausbildungsintegrierenden Studiengängen muss der Betrieb die Voraussetzungen zur Ausbildung im jeweiligen Beruf besitzen (§§ 27 ff BBiG). Daneben muss auch eine Ausbilderin oder ein Ausbilder im Unternehmen sein, der den sogenannten AdA Schein (Ausbilderschein) besitzt.

Um eine gute Zusammenarbeit mit der Hochschule zu gewährleisten, ist es von Vorteil eine konkrete Ansprechperson auf beiden Seiten zu benennen. So können Sachverhalte schnell und unkompliziert geklärt werden. Auch für die Studierenden ist eine bestimmte Ansprechperson wichtig.

Besonders wichtig ist allerdings die Bereitschaft des Unternehmens, die Inhalte in den Praxisphasen im Betrieb fachlich und didaktisch fachgerecht den Studierenden zu vermitteln. Als Grundlage für eine Zusammenarbeit dienen Kooperationsverträge, die Sie im Downloadbereich unter Musterverträge finden können.

Auch wenn dual Studierende als besonders belastbar und leistungsfähig gesehen werden, so ist die Doppelbelastung der Studierenden nicht zu unterschätzen. Arbeitgeber sollten die Studierenden daher in regelmäßigen Feedbackgesprächen nach ihrer aktuellen Arbeitsbelastung und den Herausforderungen des Arbeitsalltags befragen.

Einführung eines dualen Studienganges

Allem anderen voraus muss ein Unternehmen überhaupt einen längerfristigen Bedarf für eine akademisch ausgebildete Fachkraft haben. Dabei kann es sich um Führungskräfte handeln, die das Unternehmen langfristig ersetzen muss oder auch Fachkräfte, die über Spezialwissenverfügen müssen. Es ist dann zu analysieren, welcher Studiengang für den Betrieb langfristig am sinnvollsten ist. Nachdem eine Partnerhochschule gefunden ist, müssen mit dieser gemeinsam alle anfallenden Fragen wie Zeitmodell, Form, Inhalte oder Organisation abgeklärt werden. Wenn alle offenen Fragen geklärt sind, wird ein Kooperationsvertrag zwischen Unternehmen und Hochschule abgeschlossen.

Nun können die Kooperationspartner den Studienplatz ausschreiben. Hier bietet sich eine Veröffentlichung der Stelle auf beiden Webseiten an, um eine höhere Reichweite des Angebotes zu erzielen. Nach einer kurzen Registrierung auf unserer Seite, können Sie Ihre Stellenanzeige auch auf unserer Webseite kostenfrei einstellen.

Da duale Studienplätze sehr begehrt sind, können Sie mit einer hohen Anzahl an Bewerbungen rechnen. Daher sollten vorher konkrete Auswahlkriterien festgelegt werden. Einige Unternehmen lassen die Bewerber z.B. eine Vielzahl an Aufgaben während eines mehrtägigen Assessment Centers lösen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Implementierung eines dualen Studienganges aufwendig ist. Doch der Aufwand lohnt sich! Anhand einer Checkliste kann ein Unternehmen im Vorfeld prüfen, welche Fragen vor Einführung eines dualen Studiums beantwortet werden sollten. Bitte beachten Sie, dass die hier aufgeführten Fragen nur als Orientierung dienen.

In unserem Downloadbereich finden Sie neben der Checkliste für Unternehmen auch Vertragsmuster. Die Checkliste soll Ihnen als Hilfe dienen, sich noch einmal gedanklich mit dem dualen Studium und seinen Voraussetzungen auseinanderzusetzen. Als Vertragsmuster haben wir ein Muster eines Kooperationsvertrages und eines Studienvertrages für Sie hinterlegt.