FAQs für Studieninteressierte

Vor dem Studium

Das hängt von den Neigungen und lnteres­sen eines jeden Einzelnen ab. Ob es den gewünschten Studiengang im Land Bran­denburg auch als dualen Studiengang gibt, erfährt man hier auf unserer Webseite - oder im persönlichen Gespräch mit uns. 

Der Wissenschaftsrat hat 2013 eine Emp­fehlung für die Definition von dualen Studi­engängen gegeben. Kurz und knapp kann man diese zusammenfassen in:

zwei Ler­norte, welche Theorie und Praxis inhaltlich miteinander verbinden, sowie das Erarbei­ten der Theorie mittels eines wissenschaft­lichen Studiums.

lm Falle eines ausbildungsintegrierenden Studiums kommt noch die Berufsschule als dritter Lernort hinzu. 

Es gibt zwei erstausbildende Studien­formen: die praxis- und die ausbildungsin­tegrierenden Studiengänge.
Praxisintegrierend: akademischer Bache­lor mit intensiven Praxisphasen im Unter­nehmen.
Ausbildungsintegrierend: akademischer Abschluss mit gleichzeitiger Berufsausbil­dung beim Praxispartner.
Derzeit sind laut einer aktuellen Studie des IAQ bundesweit circa 70 % der dual Stu­dierenden in praxisintegrierenden Studien­gängen eingeschrieben. 

lm Schnitt 3,5 bis 4,5 Jahre. Das ist abhän­gig von der Studienform. 

Es gibt verschiedene Formen. Dies ist abhän­gig von der Hochschule und vom Studien­gang. Die zwei am häufigsten vertretenen Zeitmodelle im Land Brandenburg sind das Wochen- und das Semestermodell.
Beim Wochenmodell wird innerhalb einer Woche zwischen Theorie und Praxis ge­wechselt. Studiengänge nach dem Semes­termodell haben den theoretischen Teil im laufenden Hochschulsemester und die Praxisphasen in der vorlesungsfreien Zeit.

Derzeit werden an fünf staatlichen Hochschulen über 20 duale Studiengänge angeboten. Die einzelnen dualen Angebote werden im Bereich "Duale Angebote" ausführlich dargestellt und erklärt.

Eine Übersicht der Studienformate finden Sie hier.

Info: Sollte der gewünschte Studiengang nicht dabei sein, können Sie gem auf uns zukommen. Wir haben auch Informationen darüber, welche Studiengänge in naher Zukunft geplant sind.

 

 

Dies ist abhängig von den Hochschulen. Obligatorisch fur die Zulassung in einen dualen Studiengang an den staatlichen Hochschulen im Land Brandenburg ist auf jeden Fall ein Vertrag mit einem Partnerun­ternehmen.

Daneben müssen die Zugangsvorausset­zungen der einzelnen Hochschulen erfüllt werden. Grundsätzlich gelten die Bestim­mungen des Brandenburgischen Hoch­schulgesetzes (BbgHG). Darin wird unter §9 geregelt, dass eine (Fach-)Hochschul­reife, eine Meisterprüfung oder in bestimm­ten Fällen eine abgeschlossene Berufsaus­bildung und Berufspraxis zur Aufnahme eines Studiums berechtigen.
Hier lohnt eine Anfrage bei den jeweiligen Studienberatungen der einzelnen Hoch­schulen. Da es zum Teil mehr Bewerber als Studienplätze gibt, gilt für duale Studien­gänge eventuell der Numerus Clausus (NC). 

Persönliche Voraussetzungen sind Leistungsbereitschaft, eine gute Selbstor­ganisation und die Motivation, ein solches Studium bis zum Ende durchzuziehen.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: 

•    Anfrage bei der Agentur Duales Studium Land Brandenburg
•    Suche uber die Agentur fur Arbeit
•    Nachfrage bei der jeweiligen Hochschule, mit welchen Unternehmen sie bereits zusammenarbeiten
•    Suche in Online-Jobbörsen
•    Direkte Ansprache von Unternehmen, auch wenn diese noch keine dual Studierenden ausgebildet haben - fragen kostet nichts!

Ein dualer Studiengang hat wesentlich mehr Praxisanteile als ein normaler Studiengang. Die Zeit, in der, "normale" Studenten vorlesungsfrei haben oder Praktika absolvieren, ver­bringt ein dual Studierender im Unternehmen. Diese Doppelbelastung erfordert eine sehr gute Selbstdisziplin und -organisation. Dafur bekommt man aber einen tiefen Einblick ins Unternehmen und die einzelnen Abteilungen. Anspruchsvolle Praxisaufgaben ergänzen das Studium an dieser Stelle optimal und bereiten Sie auf eine möglichst nahtlose Berufs­praxis nach dem Abschluss vor. 

Ein duales Studium wird in der Regel vom Praxispartner finanziert. Somit ist die Fi­nanzierung während der gesamten Studi­endauer gewährleistet. 

Möglichst ein Jahr vor Beginn des Studi­ums. Bei den ausbildungsintegrierenden Studiengängen sogar zwei Jahre vor Be­ginn des Studiums. Hier wird oft das erste Ausbildungsjahr vor dem ersten Semester an der Hochschule absolviert. Erst nach dem ersten Ausbildungsjahr wird man an der Hochschule immatrikuliert. 

Während des Studiums

Oft übernehmen die Unternehmen die Stu­diengebühren - entweder teilweise oder ganz. An privaten Hochschulen kann ein Studium ab 400 Euro aufwärts kosten, an staatlichen Hochschulen zahlt man eine Semestergebühr wie sie auch bei regulären Studiengängen anfällt.
Hinzu kommen eventuell noch weitere Ko­sten, wie z. B. für eine Wohnung oder ein WG-Zimmer. 

Das ist eine Sache, die zwischen Studie­renden und Unternehmen ausgehandelt wird. Laut einer Umfrage von www.du­ales-studium.de unter mehr als 2.000 dual Studierenden liegt das monatliche Entgelt bei praxis- und ausbildungsintegrierenden Studiengängen im Durchschnitt bei rund 860 Euro. Dies liegt sogar über der Emp­fehlung, den Studierenden den Maximal­satz des BAföG zu zahlen (aktuell 735 Euro). 

Man hat genau wie regulär Studierende Anspruch auf BAföG. Ob die persönlichen Voraussetzungen dafur gegeben sind, kann man auf der Seite des Bundesmi­nisteriums fur Bildung und Forschung (www.bafoeg.de) nachlesen. 

Die Unternehmen übernehmen in unter­schiedlichem Ausmaß Kosten für die Stu­dierenden. Dies ist eine individuelle Ange­legenheit, die vor Vertragsabschluss zu klären ist.
Mögliche Kostenübernahmen sind: 

•    Studiengebühren
•    Büchergeld
•    Fahrtkosten
•    Mietzuschuss.

Generell kann jedes Unternehmen einen dualen Studienplatz anbieten. Doch da die Praxisphasen im Unternehmen absol­viert werden, muss von der Firma eine sehr gute fachliche und praktische Ausbildung erfolgen. Weiterhin wird den Unternehmen empfohlen, eine konkrete Ansprechperson oder eine Mentorin oder einen Mentor für die Studierenden zu benennen. Diese oder dieser ist gleichzeitig Ansprechperson für die Hochschulen.
Bei einem ausbildungsintegrierendem Studium müssen gleichzeitig die Krite­rien der Berufsausbildungseignung ge­mäß Berufsbildungsgesetz erfüllt sein.

Ja, so wie jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer haben auch dual Studie­rende den gesetzlichen Urlaubsanspruch (mindestens 24 Tage). Der Urlaub muss in den Praxisphasen genommen werden. 

Grundsätzlich ja. Bei einem international agierenden oder einem Unternehmen mit Auslandsgesellschaften ist ein internatio­naler Einsatz eher möglich, als bei einem Unternehmen, welches keine internatio­nalen Beziehungen hat. An dieser Stelle empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit zwischen der Hochschule mit ihren inter­nationalen Kontakten und dem entsendenden Unternehmen. Sowohl der Studie­rende als auch das Unternehmen können von einem Auslandsaufenthalt profitieren.

Nach dem Studium

Hier kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden, da es unter anderem von den Studienleistungen der Studieren­den abhängt.

Studien zeigen, dass die Übernahmequote nach Abschluss eines dualen Studiums bei über 80 % lag (IAQ Report 2016). Unter­nehmen investieren sehr viel Zeit und Geld in die dual Studierenden. Den Betrieben ist daher daran gelegen, die Absolventinnen und Absolventen langfristig an das Unter­nehmen zu binden.

In aller Regel einen Bachelorabschluss. Bei einem dualen Masterstudiengang ist der Abschluss selbstverständlich ein Master­titel. 

Nach Beendigung des dualen Studiums an einer der staatlichen brandenburgischen Hochschulen erhält man einen staatlich anerkannten Bachelortitel. 

Ja, auch der Bachelor der dualen Studi­engänge der Brandenburger Hochschulen berechtigt dazu, ein Masterstudium aufzu­nehmen. Trotzdem sollte vor Beginn des Bachelorstudiums noch einmal konkret bei der Hochschule nachgefragt werden, welche Masterstudiengänge sich an das Bachelorstudium anschlieBen können.