Aktuelle Zahlen

Nach einer neuen Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen ist bundesweit der duale Studierende zu 50,3% männlich, jung, deutsch, hat Abitur, kommt häufig aus einem Nicht-Akademiker Elternhaus und studiert zu 40% Wirtschafts- oder Ingenieurwesen. Hätte es das duale Studienangebot nicht gegeben, wäre der oder die Studierende in einem regulären Vollzeitstudium immatrikuliert. Somit kann das Argument der Hochschulen, dass sie sich mit Studierenden zufriedengeben müssen, die besser im dualen Ausbildungssystem aufgehoben sind, widerlegt werden.

Weitere Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass Studieninteressierte immer mehr praxisbezogene Studiengänge suchen. Dementsprechend hat sich auch das Angebot verändert. Waren es bis vor einigen Jahren noch überwiegend ausbildungsintegrierende Studiengänge, sind laut IAQ Report (2016) mittlerweile 70% der angebotenen dualen Studiengänge praxisintegrierend. Gerade die Praxisnähe, die hohe Übernahmequote und die sichere Studienfinanzierung sprechen die zukünftigen Studierenden an. Unternehmen suchen auf der anderen Seite nach einer sinnvollen Form der Mitarbeiterbindung, und somit einem Mittel der Fachkräfte- oder sogar Nachfolgesicherung. Hochschulen erkennen hier ihre Chance, neue Zielgruppen anzusprechen und einer Möglichkeit aktuelle Studiengänge voll auszulasten.

Großes Potential haben laut Wissenschaftsrat die dualen Studiengänge im Gesundheitswesen. Die B-TU Cottbus/Senftenberg hat auf diesen Trend bereits reagiert und bildet in dualen Studiengänge Therapie- und Pflegewissenschaftler aus.

 beteiligte Unternehmen und Studierende